Aktuelles
Außerdem bittet der NABU jetzt Hamburgs Naturfreunde, sich vom 6. bis 8. Januar 2012 an der bundesweiten „Stunde der Wintervögel“ zu beteiligen und eine Stunde lang die Vögel am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park zu zählen und zu melden. Gezählt werden soll ausschließlich im Siedlungsbereich, also nicht im Wald oder im freien Feld.
„Typische Gäste aus dem Norden sind jetzt zum Beispiel Bergfinken,
Erlen- und Birkenzeisige sowie Berghänflinge, die oft in großen
Schwärmen auftreten und zwitschernd und schwatzend auf der Suche nach
Nahrung vor allem in Birken und Erlen herumturnen“, berichtet der
Biologe Bernd Quellmalz, Sprecher des NABU Hamburg. Daneben lassen sich
auch Rot- und Wacholderdrossel beobachten. Letztere tut sich mitunter an
liegengebliebenen Äpfeln gütlich.
Ein weiterer interessanter Wintergast
ist die Wasseramsel, die regelmäßig an sauberen Fließgewässern vor
allem im Hamburger Umland anzutreffen ist. Bei Nahrungsengpässen tauchen
in manchen Wintern in riesiger Zahl so genannte Invasionsvögel wie der
Seidenschwanz auf. Quellmalz: „Es ist nicht allein Nahrungsmangel, der
manche Gäste aus dem Norden zu uns treibt.“ Untersuchungen hätten
ergeben, dass die körnerfressenden Finkenvögel meist sehr wohl genügend
Nahrung finden würden, dass es ihnen aber bei Eis und Schnee nicht
möglich ist, die für die Verdauung wichtigen Magensteinchen aufzunehmen.
Neben den Wintergästen können jetzt im Januar aber vor allem die so
genannten Standvögel, die das ganze Jahr über bei uns bleiben, wie Blau-
und Kohlmeise, Haussperling, Grün- und Buchfink, Zaunkönig,
Rotkehlchen, Heckenbraunelle und Amsel, beobachtet werden.
Welche Vögel im Winter wo genau vorkommen, wo sie häufig und wo selten
geworden sind, wie sich der Klimawandel auf die Wintervögel auswirkt,
möchte der NABU nun vom 6. bis 8. Januar mit der bundesweiten Zählaktion
„Stunde der Wintervögel“ herausfinden. Eine besondere Qualifikation
außer Freude und Interesse an der Vogelwelt ist für die Teilnahme nicht
nötig. Unter den Teilnehmern werden Preise wie eine naturkundliche
Reise, Bücher, CDs und Klingeltöne verlost. Die Auswertung der Meldungen
wird im Internet live zu verfolgen sein.
Und so funktioniert die
„Stunde der Wintervögel“: Von einem ruhigen Plätzchen aus wird von jeder
Vogelart die höchste Anzahl notiert, die im Laufe einer Stunde entdeckt
werden kann. Das vermeidet Doppelzählungen. Den Meldebogen gibt es unter Tel.: 040 / 69 70 89 0 und unter
www.NABU-Hamburg.de. Dort ist auch die
Online-Teilnahme möglich. Am 7. und 8. Januar von 10 bis 18 Uhr werden
die Meldungen auch unter Tel.: 0800-1157-115 entgegengenommen.
Teilnahmeschluss ist der 16. Januar. Wer der Vogelwelt helfen möchte, erhält umfangreiche Tipps in der NABU-Broschüre „Vögel im Garten“, die gegen Einsendung von 3,95 Euro in Briefmarken an den NABU Hamburg, Osterstraße 58, 20259 Hamburg angefordert werden kann.
Redaktion:
NABU Hamburg Pressestelle
Bernd Quellmalz (verantwortlich)
Tel. 040-69 70 89-12 | Fax -19
Mobil: 0162-38 36 462
E-Mail: Quellmalz@NABU-Hamburg.de







