„Rechte der Natur“ - Eine Initiative des HAUS DER ZUKUNFT

Mit dem Ziel einer gesteigerten Verantwortung für die natürlichen Lebensgrundlagen verbindet sich die Forderung nach einer Stärkung der Natur im Recht. 2008 startet Dr. Georg Winter, HAUS DER ZUKUNFT, Kompetenzzentrum für Wirtschaft und Umwelt in Hamburg die Initiative „Rechte der Natur“.
Wer spricht den Eisbären auf ihren schmelzenden Eisschollen Recht? Wann haften Umweltsünder aus Wirtschaft und Gesellschaft als Straftäter? Wie kommen Kreatur, Natur und Nachwelt angesichts gravierender Zukunftsbedrohungen zu ihrem Recht?

2020: Netzwerktreffen Rechte der Natur

Etwa 20 Aktive für die Rechte der Natur in Deutschland, darunter World-Future Council, NABU, Böll-Stiftung, PETA, Earth Client, Bundesarbeitsgemeinschaft Ökologie der Grünen, Juristinnen und Philosophen nahmen an diesem ersten Online-Treffen teil. Das Ziel des gegenseitigen Kennenlernens wurde erreicht. Christine Ax, Rechte der Natur Hamburg sondierte als Moderatorin Übereinstimmungen oder auch divergierende Einschätzungen und Ziele der beteiligten Organisationen.

2017: Tagung Menschenrechte und Rechte der Natur in Nürnberg und Ottensoos

Prof. Volker Stahlmann, Stiftung Kulturbahnhof Ottensoos (www.kulturbahnhof-ottensoos.de), organisiert zusammen mit der Stadt Nürnberg am 9./10. November ein zweitägiges Symposium mit dem Ziel, das Eigenrecht der Natur als zentralen Wert und Voraussetzung einer menschenwürdigen Existenz in Rechtsordnung, Wirtschaft und Gesellschaft zu verankern. Dazu findet am ersten Tag ein Expertengespräch über die rechtliche, ökonomische und kulturelle Dimension im Kulturbahnhof Ottensoos statt. Am zweiten Tag in Nürnberg (der Stadt der Menschenrechte, des Friedens und Biometropole) liegt der Schwerpunkt auf der Nachhaltigkeitsstrategie der Stadt Nürnberg in Verbindung mit den natürlichen Ressourcen und den Rechten der Natur. In Vorträgen und workshops werden vor allem die Erfolgsbedingungen, die Anschlussfähigkeit und pragmatische Ansätze einer zukunftsfähigen Verbindung zwischen Recht, Ökologie, Sozialem und einer Ökonomie des guten Lebens dargestellt und diskutiert.

2016: Tagung Rechte der Natur/Biokratie in Ökonomie und Organisation an der Universität Siegen

Gemeinsam diskutiert eine wachsende Zahl von nachhaltigkeitsorientierten Unternehmern, Betriebswirtschaftlern und Wissenschaftlern eine Neuausrichtung der Betriebswirtschaftslehre. Sie bereichern die erstarkte Grundsatzkritik an der neoliberalen Wirtschaftheorie um die ganz konkrete Forderung, Eigenrechte der Natur in der Verfassung zu verankern.
Das Symposium wurde zu Ehren und anlässlich des 80. Geburtstages von Prof. Dr. Dr. h.c. Eberhard Seidel in Siegen ausgerichtet.

2015: Schriftenreihe „Rechte der Natur/Biokratie“

Prof. Eberhard Seidel konzipiert die betriebswissenschaftliche Schriftenreihe „Rechte der Natur/Biokratie“. Über 35 Autoren wirken mit an der vom HAUS DER ZUKUNFT herausgegebenen Reihe, die mit 20 Bänden im Metropolis-Verlag erscheint. Die Grundlagentexte von Georg Winter und Eberhard Seidel sind kostenlos downloadbar.

2015: Wissenschaftliche Tagung Rechte der Natur in der Dimension der Ökonomie an der Universität Hamburg

Die Durchsetzung von „Rechten der Natur“ hilft, Klimaziele zu erreichen und Menschenrechte zu sichern. Mit der Tagung „Rechte der Natur – in der Dimension der Ökonomie“ mobilisiert das HAUS DER ZUKUNFT, Kompetenzzentrum für Wirtschaft und Umwelt, das Konzept „Rechte der Natur“ für die Wirtschaftswissenschaft.
Prof. Dr. Klaus Töpfer, früher Bundesminister für Umwelt, danach Direktor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen, heute u.a. Vorsitzender des UN Sustainable Development Solutions Network, beurteilt in seinem Eröffnungsvortrag die globale Klima-Situation und die Chancen der drei Tage später startenden UN-Klimakonferenz in Paris.
15 Experten zeigen – auch anhand von Beispielen – mit welchen betriebswirtschaftlichen Methoden einer Zerstörung der natürlichen Ressourcen vorgebeugt werden kann. Als unentbehrlich erweist sich auch eine nachhaltigkeitsorientierte Gesellschafts-, Wirtschafts- und Unternehmensethik.
Dr. Georg Winter, HAUS DER ZUKUNFT erhebt die Forderung, die Natur mit eigenen verfassungsmäßigen Rechten auszustatten. Das Netzwerk Rechte der Natur in Deutschland erweitert das juristische Thema um die ökonomische Dimension.

2014: Das Portal Rechte der Natur / Biokratie geht online.

www.rechte-der-natur.de

Ein neues Logo in Anlehnung an das Symbol HAUS DER ZUKUNFT wird 2016 entwickelt.

Weitere Einträge

2013: Verleihung des zweiten Biokratie-Preises und Tagung an der Universität Hamburg

Den Biokratie-Preis 2013 erhalten Dr. Cathrin Zengerling aus Hamburg für ihre Doktorarbeit zum Thema „Greening International Jurisprudence - Environmental NGOs before International Courts, Tribunals, and Compliance Committees“ und Prof. Dr. Dr. hc. Berndt Heydemann für sein Lebenswerk.

2012: Verleihung des ersten Biokratie-Preises und Tagung „Natur im Recht - Rechte der Natur“ an der Universität Hamburg

Die Biokratie-Preisträgerin Dr. Angela Schwerdtfeger untersuchte in ihrer Dissertation den Einfluss der völkerrechtlichen Vorgaben der Aarhus-Konvention auf das Klagerecht von Umweltverbänden und Einzelpersonen im deutschen Verwaltungsrechtsschutz. In seiner Dissertation analysiert Dr. Jan Hendrik Dietrich den Zielkonflikt zwischen Umweltschutz und Landesverteidigung mit militärisch bedingten Umweltbelastungen.

2010: Auslobung des Biokratie-Preises für juristische Dissertationen über die Mitwirkungsrechte der Natur durch Dr. Georg Winter, HAUS DER ZUKUNFT

Anlässlich des 20jährigen Bestehens der Forschungsstelle Umweltrecht an der Universität Hamburg im Jahr 2008 stiftete Dr. Georg Winter, Gründer HAUS DER ZUKUNFT in Hamburg und Vorstandsmitglied des Vereins zur Förderung umweltrechtlicher Forschung e. V., den hoch dotierten „Biokratie-Preis“. Er wird vergeben für die besten wissenschaftlichen Arbeiten auf dem Gebiet des Natur- und Nachweltschutzes. Mit dem Biokratie-Preis werden Leistungen ausgezeichnet, die in besonders wirksamer Weise zu einer stärkeren Ausrichtung der Rechtsordnung an der Verantwortung gegenüber allem Leben beitragen. Preiswürdig sind neben rechtswissenschaftlichen Arbeiten auch naturwissenschaftliche, umweltpädagogische oder politische Leistungen.

2008: Fünf vor Zwölf

Die Fahne der Vereinten Natur wird von 4 Umweltzentren zeitgleich fünf Minuten vor zwölf Uhr gehisst. Vor dem HAUS DER ZUKUNFT hissen Kinder die Fahne der vereinten Natur. Die erste Hissung veranlasste Winter bereits 2006 auf dem World Life Culture Forum in Kyeonggi, Südkorea. 2014 hisst Prof. Volker Stahlmann die Fahne der Vereinten Natur vor dem Kulturbahnhof Ottensoos anlässlich der „Woche der Sonne“.

2008: Flag of United Natur - Das Gesicht der Vereinten Natur

Der Mensch ist einer unter vielen Sternen der Flora und Fauna. Die blaue Kreisfläche symbolisiert den Erdball, der weiße Hintergrund den Frieden.
Dr. Georg Winter entwickelte das Symbol der Gleichberechtigung aller lebenden Arten einschließlich des Menschen.

2008: Rechte der Natur – Menschenrechte reichen nicht

60 Jahre Erklärung der Menschenrechte – eine Erklärung der Rechte der Natur ist überfällig.
2008 veranstaltet Dr. Georg Winter eine Expertentagung im HAUS DER ZUKUNFT Hamburg. Er verlangt, daß nicht nur Naturschutzverbände sondern zukünftig auch Tierschutzverbände ihre Forderungen mit der sogenannten Verbandsklage verfolgen können.

Rechte der Natur - Eine weltweite Bewegung

Seit den 80er Jahren diskutieren weltweit Wissenschaftler, Zivilgesellschaft und Politik, wie wir unsere Beziehung zur Natur so gestalten können, dass wir "im Frieden" mit der Natur leben und wirtschaften können. Die "Rechte der Natur" - Bewegung ist lokal, regional, national und international aktiv. Informationen über die internationalen Aktivitäten finden Sie u.a. auf den Websites der nachfolgend erwähnten Organisationen und Netzwerke.

Organisationen und Websites

  • ClientEarth
  • Common Home of Humanity (CHH)
  • Ecological Law and Governance Association (ELGA)
  • Earth Charter Initiative
  • Gobal Alliance for the rights of natures
  • Global Ecological Integrity Group (GEIG)
  • Planetary Integrity Project (PIP)
  • UNO: IUCN World Commission on Environmental Law Ethics Specialist Group
  • Facebookseite Natures Rights